Umsatzsteuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (reverse charge)

Quellen bzw. weitere Information zu den nachfolgenden Texten:
Handelskammer Hamburg      Rechnungswesen-Portal.de     Haufe (Buchungsbeispiele)


Während normalerweise der Leistungserbringer die Umsatzsteuer schuldet, geht bei bestimmten steuerpflichtigen Leistungen die Umsatzsteuerschuld auf den Leistungsempfänger über, wenn dieser Unternehmer (auch Kleinunternehmer) oder eine juristische Person des öffentlichen Rechts ist.

Erbringen in einem anderen EU-Mitgliedstaat ansässige Unternehmen Leistungen an ein Unternehmen in Deutschland, übernimmt der deutsche Leistungsempfänger die Umsatzsteuerschuld des Leistenden in seiner Umsatzsteuervoranmeldung bzw. Umsatzsteuererklärung (sog. reverse charge).

Der ausländische Unternehmer erteilt eine Netto-Rechnung und die Umsatzsteuer wird vom Leistungsempfänger im Rahmen seiner Umsatzsteuervoranmeldung angemeldet. Bei regelbesteuerten Unternehmern ist diese Umsatzsteuer gleich wieder als Vorsteuer abzugsfähig (§15 Abs. 1 UStG).

Die Steuerschuldumkehr (reverse charge) ist in § 13b Umsatzsteuergesetz (UStG) geregelt.

 

Da wir unseren Firmensitz in Schweden haben (innerhalb der EU), stellen wir die Rechnungen an Firmenkunden in Deutschland entsprechend § 13b Umsatzsteuergesetz (UStG) ohne USt. aus. Als Rechnungsempfänger melden Sie diese in der Umsatzsteuervoranmeldung bzw. Umsatzsteuererklärung.

Hier noch ein verständlicher Auszug aus dem Wikipedia Artikel dazu:

Ist der Leistungsempfänger Unternehmer, schuldet er nach dem Reverse-Charge-Verfahren selbst die Umsatzsteuer für seine Einkäufe, ist aber gleichzeitig zum Vorsteuerabzug im selben Umfang berechtigt. Der Vorteil dieses Systems besteht darin, dass Vorsteuerbeträge in erheblichem Umfang nicht mehr durch das Finanzamt ausgezahlt werden, sondern nur noch verrechnet werden.